Gesundheitszustand von Prinz Friso unverändert

19.02.2012, 23:33 | Lech
Keine Ende im Bangen um den niederländischen Prinzen Johan Friso (43), nachdem er in Lech am Arlberg beim Skifahren im freien Gelände von einer Lawine etwa 20 Minuten verschüttet und schließlich in die Intensivstation der Innsbrucker Universitätsklinik eingeliefert worden war. "Die Situation von Prinz Johan Friso ist unverändert. Sein Zustand ist stabil. Er ist weiterhin in Gefahr." "Eine Prognose wird man wohl nicht vor einigen Tagen abgeben können", stellte die Presseabteilung der niederländischen Regierung am Sonntagnachmittag fest. Die niederländische Königin Beatrix und Johan Frisos Frau Mabel waren am Sonntag erneut an der Innsbrucker Universitätsklinik eingetroffen, um den verunglückten Prinzen an der Intensivstation zu besuchen. Die beiden Frauen waren schwarz gekleidet und passierten die wartenden Journalisten, ohne ein Statement abzugeben. Es gab widersprüchliche Medienmeldungen in Österreich bezüglich eines eventuellen Eingriffs zum Anlegen einer Hirndrucksonde, um einer Gehirnschwellung bzw. deren Folgen vorzubeugen. "Von unserer Seite aus ist derzeit alles gesagt. Der Unfallhergang wurde mehrmals erläutert", erklärte Pia Herbst aus dem für Journalisten in Lech am Arlberg eingerichteten Presse-Zentrum. Sie bat, die Privatsphäre der niederländischen Königsfamilie zu respektieren. Die Familie - Königin Beatrix sowie Johan Frisos Brüder Willem-Alexander und Constantijn mit ihren Gattinnen und Kindern - wohnt weiter in Lech. Sie waren Freitagabend auf dem kleinen Schweizer Flugplatz St. Gallen-Altenrhein angekommen und direkt zum Arlberg weitergereist. Kronprinz Willem-Alexander and seine Frau Maxima gingen am Sonntag skifahren. Sie waren begleitet von ihren Kindern und den beiden Kindern des Verunglückten. Johan Friso war Freitagmittag beim Skifahren in Lech im Bereich Litzen in Richtung Zugertobel von einer Lawine verschüttet worden. Er lag etwa 20 Minuten etwa 40 Zentimeter unter dem Schnee, bevor er gefunden und reanimiert werden konnte. Der Verunglückte kam unmittelbar darauf per Notarzthubschrauber in die Universitätsklinik nach Innsbruck, wo er in der Intensivstation von Spezialisten betreut wurde.