AUVA-Auflösung könnte teuer werden

14.12.2017, 13:21 |

Der Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich, Johann Kalliauer, warnt heute davor, dass die Türkis-Blauen Koalitionsverhandler "übers Hintertürchen" die Kosten für Arbeitsunfälle auf die Arbeitnehmer abwälzen wollen. Angeblich will Türkis-Blau die Unfallversicherungsanstalt, die AUVA, auf andere Versicherungsträger aufteilen. Geplant sei angeblich, die Beiträge der Arbeitgeber zu senken. Und wofür bisher allein die Arbeitgeber bezahlt haben, würden dann alle zur Kasse gebeten, sagt Kalliauer.

"Wenn sich die Arbeitgeber aus der Verpflichtung der Zahlung stehlen, indem sie die Kosten auf alle Versicherten überwälzen - also auch auf die Arbeitnehmer - dann ist das ein Schritt in eine gefährliche Richtung. Und wir werden das nicht widerspruchslos hinnehmen.", sagt der AK-Präsident.

Die Präsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich, Doris Hummer, sagt im Life Radio Interview: Sie ist grundsätzlich dafür, die Lohnnebenkosten zu senken. Hummer hält außerdem fest, dass auch die Wirtschaftskammer dafür sei, die AUVA beizubehalten. Das System habe sich bewährt und Arbeitsunfälle seien um 50 Prozent zurück gegangen. Sollte es allerdings eine effizientere Lösung geben, werde die Wirtschaftskammer diese unterstützen, so Hummer.