Bauskandal von St. Wolfgang entsetzt den Landesrechnungshof

30.11.2016, 13:02 | Gmunden

"Unverständlich, haarsträubend, katastrophal" - es sind harte Worte, die der Landesrechnungshof heute für die Gemeinde St. Wolfgang gefunden hat. Die Gemeindeprüfer haben den Bauskandal von St. Wolfgang aufgerollt und ans Licht gekommen sind fragwürdige Praktiken und jahrelange Misswirtschaft durch Bürgermeister und Amtsleiter.

In Summe sind 974 Akten nicht ordentlich abgeschlossen. Darunter neu gebaute Einfamilienhäuser, die jetzt gar nicht bewohnt werden dürften, oder Heizungen, die nicht laufen dürften. Die Gemeinde hatte selbst für das Amtshaus und die Volksschule keine Baugenehmigung - wir reden also von Schwarzbau. Dazu kommt ein Prüfungsausschuss, der nicht getagt hat, Umwidmungen, die nicht verrechnet wurden, Kanalgebühren, die nicht eingehoben wurden. Unterm Strich steht ein Schaden von mehreren Hunderttausend Euro, vieles davon ist unwiderbringlich.