Betriebs-Spionage: Mitarbeiter sind Risikofaktor

21.03.2017, 06:04 | Linz

Spionage ist in Firmen keine Seltenheit. Und die Schäden werden geheim gehalten. Das wissen wir jetzt seit dem Auffliegen des Spionagefalls bei einer Staplerfirma in Perg. Die Polizei sagt heute: 80 bis 90 Prozent der Fälle von Betriebsspionage werden erst garnicht angezeigt.

Zum einen, weil die Firmen zum Schaden nicht auch noch den Spott wollen. Und zum anderen, weil sonst so mancher Firmenboss zugeben müsste, dass er Fehler gemacht hat. "So hart es klingt, aber jeder Mitarbeiter ist ein Sicherheitsrisiko", sagt Landespolizeidirektor Andreas Pilsl und rät: "Sicherheit muss Chefsache sein. Er muss wissen, wer arbeitet bei mir und wer kann etwa in der Entwicklungsabteilung einen USB-Stick anstecken". Grund ist der aktuelle Fall in Perg, beim Staplerhersteller Bulmor wollte ein Mitarbeiter ein neues Patent ins Ausland verkaufen. Er ist aber vorher aufgeflogen.