Glawischnig geht: Macht Politik krank?

18.05.2017, 16:00 |

Die Bundeschefin der Grünen Eva Glawischnig tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. "Ihrer Familie und ihren Kindern zuliebe", sagt sie heute. "Den Job des Parteichefs kann man nicht ewig machen. In Zeiten der medialen Zuspitzung reibt das jeden Menschen einfach auf". Auch körperliche Warnsignale habe es gegeben, etwa den allergischen Schock, so Glawischnig.

Der Ton wird rauer, bestätigt auch die Landessprecherin der Grünen in Oberösterreich Maria Buchmayr.


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Glawischnigs Rücktritt hat auch eigene Parteikollegen überrascht. Die Landessprecherin der Grünen in Oberösterreich Maria Buchmayr hat gestern erst davon erfahren.


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Auch von der politischen Konkurrenz gibts positive Worte für Glawischnig. Kanzler Christian Kern lobt den Einsatz der Politikerin. Auch vom neuen ÖVP-Chef Sebastian Kurz gibt s via Twitter Dank und Lob. FPÖ-Chef H.C. Strache zollt Glawischnig Respekt für ihren jahrelangen Einsatz. Bundespräsident Alexander van der Bellen würdigt Glawischnig als „engagierte Kämpferin für Umwelt, Frauenrechte und Bildung.

Wer Eva Glawischnig als Grünen-Chef oder Chefin nachfolgt, steht noch nicht fest. Als Favoritinnen gelten die Tiroler Landesparteichefin Ingrid Felipe und die Vizepräsidentin des EU-Parlaments Ulrike Lunacek. Eine Entscheidung könnte schon morgen im Bundesvorstand der Grünen fallen.