Linz ist nicht Stanford

14.02.2018, 12:12 |

Gehts um die Spitzenforschung, ist Österreich für die klügsten und innovativsten Köpfe der Welt nicht attraktiv genug. Bei 21 Universitäten bundesweit fehlen Österreich die Elite-Unis. Dem Wissenschaftsstandort fehlt es Reputation und oft am nötigen Geld, um für Forscher aus dem Ausland attraktiv zu sein.

Humangenetiker Markus Hengstschläger sagt bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Forschung, ausgerichtet von der voestalpine diese Woche, dass die schöne Landschaft und die Lebensqualität allein nicht reichen, Wissenschafter ins Land zu locken.


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Sowohl die ausbezahlten Löhne für Forscher, als auch die Steuersituation wirke eher abschreckend. Auch Voestalpine-Chef Wolfgang Eder sieht die Gefahr, dass wir uns im Kampf um Spitzenkräfte aus dem Rennen schießen, wenn das nicht verbessert werde. Einig waren sich die Podiumsteilnehmer, dass die Forschung ein besseres Image braucht. Studien zeigen, dass mehr als die Hälfte der Österreicher Kenntnisse über Wissenschaft im Alltag nicht für relevant erachtet. Zwei Drittel glauben, dass durch Forschung keine Arbeitsplätze geschaffen werden.

Zu Gast war auch VW Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch, der am Rande der Veranstaltung auch kritischen Fragen ausgesetzt war. Von einer Krise bei VW will er nichts mehr wissen. In der Abgasaffäre sei man "sehr gut unterwegs", habe den Großteil der Autos repariert. VW sei operativ auf sehr erfolgreichem Weg.