Neues Tierschutzgesetz wirkt, trifft aber die falschen Täter

18.07.2017, 06:00 | Linz

Das neue Tierschutzgesetz macht Probleme. Mehr, als es Probleme löst. Beim Land häufen sich die Fälle von Strafanzeigen. Denn wer seine Vierbeiner in Märkten oder übers Internet anbietet, macht sich mit dem neuen Gesetz strafbar. Das tun aber weiterhin viele Oberösterreicher. Tierschützer zeigen das an. Das Land versucht zu helfen.

Wer Tiere vermitteln will, benötigt eine Bewilligung. Solche Genehmigungen haben Tierheime, Züchter oder Tierhandlungen. Alle anderen müssen sich darum bemühen. Die Chance auf eine Genehmigung ist aber gering. Das Land ist bemüht, zu helfen. Denn sonst machen sich auch ehrenamtliche Vermittler strafbar. Kooperationen zwischen großen Vermittlern mit Bewilligung und kleinen Initiativen könnten hier eine Lösung sein, heißt es. Der Erfolg des Tierschutzgesetz ist: über "willhaben" werden keine Tiere mehr angeboten. Ob das große Geschäft am illegalen Markt mit Tieren aus dem Ausland eingedämmt wurde, das ist noch nicht erkennbar.