Promis gegen rechtsextremes Treffen in Linz

18.10.2016, 13:56 | Linz

Der Widerstand gegen das rechtsextreme Treffen nächste Woche in Linz wächst. Promis und Persönlichkeiten wenden sich jetzt in einem offenen Brief an den Landeshauptmann.

60 Promis haben unterschrieben. Etwa die Schauspieler Harald Krassnitzer und Erwin Steinhauer. Außerdem Politiker - wie Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske oder der frühere Vizekanzler und ÖVP-Bundesparteiobmann Erhard Busek. Aber auch KZ-Überlebende - sie fordern den Landeshauptmann auf, den rechten Kongress aus den Räumenlichkeiten des Landes auszuladen.

Der Verfassungsschutz hat das Treffen schon geprüft und erlaubt: Es nehmen zwar möglicherweise Personen aus dem rechtsextremen Lager teil, eine "per se verbotsgesetzwidrige Veranstaltung ist das Treffen aber nicht". Das Bündnis "Linz gegen Rechts" ruft zur Demo auf.

Landeshauptmann Josef Pühringer bleibt aber dabei. Er wird die Veranstalter nicht ausladen. "Wahrscheinlich werde ich das meiste, das bei dieser Veranstaltung gesagt wird, inhaltlich nicht mittragen können. Ich habe auch keine Freude daran, dass diese Veranstaltung in Oberösterreich stattfindet. Aber als Demokrat muss ich sagen, muss in einem Land der Meinungsfreiheit, jeder seine Meinung haben können."

Das umstrittene Treffen findet Samstag in einer Woche in Räumlichkeiten des Landes statt. In den Linzer Redoutensälen. Das Bündnis "Linz gegen Rechts" ruft zur Demo auf.