Schaumstoff-Skandal trifft Matratzen-Hersteller

12.10.2017, 13:34 |

Es ist ein Albtraum: Viele Matratzen- und Polstermöbelhersteller müssen ihre Produktion einstellen. Der deutsche Chemie-Konzern BASF hat eine möglicher weise krebserregende Chemikalie zur Schaumgummi-Herstellung geliefert.

Die Angelegenheit ist heikel, ins Mikrofon möchte kein Firmenvertreter etwas sagen. Auf Nachfrage von Life Radio bestätigen aber die meisten oö Hersteller, dass sie massiv vom Schaumstoff-Skandal betroffen sind. Sie rufen jetzt ihre Matratzen und Polstermöbel aus dem Handel und von den Kunden zurück.

Er habe 18 Lastwagen voll mit Matratzen zurückrufen müssen, das Lager sei jetzt voll mit unverkäuflichen Produkten, klagt ein heimischer Hersteller. Auch den Großteil der Produktion hat er einstellen müssen. Der Schaden sei riesengroß.

Im Radio darüber sprechen möchte er lieber nicht: Er erwartet nämlich einen harten Rechtsstreit mit den Firmen, die ihm den verseuchten Schaumstoff geliefert haben. Händler und Kunden habe er über das Problem mit den Matratzen jedenfalls schon informiert, versichert der Firmenchef.

Das gesamte Ausmaß des Falls ist noch nicht klar: Gemeinsam mit ihren Zulieferen untersuchen die Hersteller gerade, wie viele Produkte mit der giftigen Chemikalie verseucht sind.

Betroffen sind nach den bisher vorliegenden Informationen nur Matratzen und Polstermöbel, die heuer im September hergestellt worden sind. Wer also eine zwei Jahre alte Matratze zu Hause hat, muss sich keine Sorgen machen.

Der deutsche Matratzen-Verband informiert hier über die Probleme mit dem möglicherweise gesundheitsschädlichen Schaumstoff: www.matratzenverband.de