Sicherheitsbürger in ganz OÖ gesucht

19.10.2016, 06:15 |

Ein in Oberösterreich sehr umstrittenes Projekt wird heute aufs ganze Bundesland ausgeweitet: Sicherheitsbürger, als verlängerter Arm der Polizei in den Gemeinden. Der Probelauf mit 27 Sicherheitsbürgern im Bezirk Schärding hat gut funktioniert, sagt Landespolizeidirektor Andreas Pilsl.

Es sind normale Bürger, verteilt auf die Gemeinden. Sie tragen keine blaue Polizei-Uniform, keine Handschellen und schon gar keine Waffe. Aber sie sollen helfen, das Sicherheitsgefühl wieder zu stärken und sie tun es offenbar auch schon: Diese erste Bilanz zieht Landespolizeidirektor Andreas Pilsl im Bezirk Schärding nach den ersten Monaten.

Die 27 Sicherheitsbürger schließen sich mit sieben so genannten community-Polizisten kurz und sie haben schon eins erreicht, dass die einzelnen Gemeinden verstärkt mit der Polizei zusammenarbeiten. Die Sicherheitsbürger sollen Augen und Ohren offen halten und helfen, Straftaten aufzuklären. Nicht zuletzt deshalb war das Projekt umstritten. Kritiker hatten ein "Spitzelwesen" durch Freiwillige befürchtet. Ab Jänner wird das Projekt auf ganz Oberösterreich ausgeweitet. Dazu fällt heute den Startschuss mit Innenminister Sobotka in Linz.