Waffenbrüder wegen Wiederbetätigung vor Gericht

13.11.2017, 08:42 | Linz

Fünf mutmaßliche Neonazis stehen heute in Linz vor Gericht. Die Angeklagten sind sogenannte "Waffenbrüder". Sie sollen sich mit "Heil Hitler" und "Sieg Heil" begrüßt haben. Das war aber nicht ihr einziger Verstoß.

Die Angeklagten im Alter zwischen 20 und 24 Jahren müssen sich wegen Verbrechen nach dem Verbotsgesetz, Vergehen nach dem Waffengesetz und gefährliche Drohung verantworten. Sie waren durch eine Schießübung als mutmaßliche Neo-Nazi-Gruppe aufgeflogen. Ein junger Mann war dabei am Auge verletzt und seine Brille beschädigt worden. Ein darauffolgender Streit hat mit einer Anzeige geendet. Laut Ermittlungen sollen sie in ihrer WhatsApp-Gruppe namens „Waffenbrüder Bilder aus der NS-Zeit gepostet und einander mit dem Hitlergruß begegnet sein. Bei einem Schuldspruch drohen ihnen bis zu zehn Jahre Haft.

Das Urteil wird am 2. Verhandlungstag kommenden Freitag erwartet.