Ein großer Laib Emmentaler Käse.

Symbolbild: Michaela Schmidt-Meier / pixelio.de

CETA-Abkommen als Chance für Käse aus OÖ

Käse aus Oberösterreich lässt sich durch CETA leichter nach Kanada verkaufen. Den Import von gentechnisch veränderten Lebensmitteln aus Kanada schließt der Handelsdelegierte aus.

Oberösterreichischer Käse liegt bald in kanadischen Supermärkten. Das ist einer der Nebeneffekte von CETA. Österreich hat das Handelsabkommen ja heute durchgewunken. Gerade für unsere Molkereien tut sich dadurch ein neuer Markt auf, sagt Arnulf Gressel, Österreichischer Handelsdelegierter in Toronto: "Dadurch ergeben sich neue Chancen für österreichische Betriebe. Wir sind mit den österreichischen Firmen jetzt dabei, Vertriebspartner zu suchen. Da haben wir teilweise schon Erfolg gehabt, es wird schon Käse aus Österreich nach Kanada exportiert." Bisher mussten in Kanada auf unseren Käse bis zu 300 Prozent Zoll gezahlt werden. Gerade heimische Lebensmittel werden sich durch CETA jetzt leichter in Kanada verkaufen lassen.

Angst, dass jetzt Genmais und Antibiotika-Fleisch aus Kanada unsere Supermärkte überschwemmen werden, müsse niemand haben. Aber auch wenn Österreich heute seinen Segen  zu CETA gegeben hat, wird es dazu nicht kommen, sagt Arnulf Gressel, Handelsdelegierter in Kanada, in einem Interview mit Life Radio direkt in Montreal: "Die Lebensmittelstandards bleiben ja aufrecht. Das heißt, ein Fleisch, das in Kanada nicht nach den EU-Lebensmittelstandards produziert wurde, kann auch nach dem Inkrafttreten von CETA in Europa nicht verkauft werden."
 
Die Qualität vieler kanadischer Lebensmittel reiche längst noch nicht für die EU, so Gressel. Folge werde also eher umgekehrt sein, dass sich Käse oder Wurst aus Österreich wegen der wegfallende Zölle in Kanada gut verkaufen lassen.