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Frauen arbeiten ab heute gratis

Der "Equal Pay Day" zeigt die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen auf

Männer haben Heimvorteil. Schon heute haben sie soviel Geld verdient, wie Frauen erst bis Jahresende verdienen können. Der heutige "Equal Pay Day" in Oberösterreich zeigt den Unterschied auf. Kinder, Pflegezeiten und Teilzeitjobs sind häufig Gründe dafür, warum Frauen nicht an das Gehalt eines Mannes heran kommen. Oft ist danach die Tür zum Vollzeitjob versperrt. Im Schnitt sind es 12.111 Euro, die Frauen im Jahr weniger verdienen. Da fehlt ihnen fast ein Viertel auf das Gehalt eines Mannes. In Linz und Wels läuft es ein wenig besser. Da ist der "Equal Pay Day" erst am 23. Oktober. Kinderbetreuungseinrichtungen mit Öffnungszeiten, die einen Vollzeitjob ermöglichen, wären eine Lösung - das fordert unter anderem auch das Frauenvolksbegehren.

Rasche Lösungen sind hier gefragt, sagt ÖVP-Bundesrätin Doris Schulz. Sie sieht in der Digitalisierung eine große Chance, um diese Ungleichheit auszugleichen. Denn da entstehen Jobs, bei denen nicht mehr die körperliche Kraft gefragt ist, sondern Kompetenz und Köpfchen. Zudem gibt wird es für Frauen Möglichkeiten, um auch familienfreundlich arbeiten zu können. Wobei es so sein sollte, dass generell die Aufgaben in einer Familie gleich verteilt ist, etwa bei der Kinderbetreuung, sagt Schulz.
 

ÖVP-Bundesrätin und OÖVP-Frauenvorsitzende Doris Schulz