Der Nestlé-Firmenschriftzug und das Firmenlogo auf einer Werkshalle

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Spitz-Eigentümer kauft Nestlé-Areal in Linz

Nach der Schließung des Nestlé-Werks in Linz kauft jetzt Spitz das Gelände an der Franckstraße. Mühsame Jobsuche für die Mitarbeiter.

Vor einem Jahr ist die Schließung fixiert worden, Ende Dezember 2017 hat dann die letzte Palette das Linzer Nestlé-Werk verlassen. Jetzt hat Spitz-Firmenchef Walter Scherb gemeinsam mit weiteren oberösterreichischen Investoren das Gelände an der Linzer Franckstraße gekauft. Produzieren lassen will er dort allerdings nicht: Vorerst sollen die Hallen und Büros weitervermietet werden. Erst in einigen Jahren wollen die neuen Eigentümer dann über Um- und Neubauten auf dem Industriegelände nachdenken.

Von den 127 Mitarbeitern, die durch die Schließung des Nestlé-Werks ihren Arbeitsplatz verloren haben, haben erst 29 wieder einen Job gefunden. "Wir haben uns damals vor einem Jahr gleich beim Stiftungsmodell eingebracht. Vor allem aber haben wir uns auch in der Vermittlung engagiert bei Firmen, wo wir wussten, dass sie Leute suchen. Und auch in unseren eigenen Bereichen mit unseren Tochterfirmen konnten wir Leute unterbringen. So ist es gelungen, dass wir sehr rasch auch Sicherheit für die Mitarbeiter erreichen konnten", sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) im Gespräch mit Life Radio.

61 ehemalige Nestlé-Arbeiter werden noch umgeschult oder sind in einer Berufsorientierung. Der Schwerpunkt liegt da bei Gesundheits- und Pflegeberufen sowie Deutschkursen. Für 23 Mitarbeiter ist nur die Pension beziehungsweise die Altersteilzeit bei gleichzeitiger Freistellung geblieben. 14 ehemalige Mitarbeiter sind im Nestlé-Sozialplan, wollen aber keine weitere Hilfe in Anspruch nehmen.

Ganz kehrt Nestlé Linz aber nicht den Rücken: Die 50-Prozent-Tochterfirma Froneri bleibt in der Landeshauptstadt. Und das Unternehmen, das hinter Marken wie Schöller oder Mövenpick steht, verlagert jetzt seine Österreich-Zentrale nach Linz. Zu den 25 Mitarbeitern im bisherigen Vertriebsbüro kommen jetzt weitere zehn aus der Zentrale in Wien dazu.