Ein rauchender Auspuff

Symbolbild: Gabi Eder / pixelio.de

Umwelt-Landesrat Anschober fordert Umbau von Diesel-Pkw

Die Luft in und um Linz ist schlecht. So schlecht, dass jetzt Millionenstrafen von der EU drohen. Umwelt-Landesrat Rudi Anschober will die Autokonzerne in die Pflicht nehmen.

Vielleicht war euer Auto im Zuge des Diesel-Skandals auch schon in der Werkstatt, um die Software nachzurüsten. Aber bringt das was, werden damit tatsächlich weniger Schadstoffe in die Luft geblasen? Umweltlandesrat Rudi Anschober hat dazu eine Studie in Auftrag gegeben.

Die gute Nachricht: die Nachrüstung bringt etwas - die schlechte Nachricht: sie bringt nicht viel, zumindest nicht soviel, dass die Luft in Oberösterreich besser wird. Die Schadstoffe liegen in erster Linie bei der Messstelle beim Linzer Römerberg deutlich über dem Grenzwert.

Deswegen drohen uns jetzt Millionen-Strafzahlungen an die EU: sie droht mit einem Vertragsverletzungsverfahren. Also die Software-Nachrüstungen sind zu wenig - es müsste die Hardware nachgerüstet werden, so Anschober: "Hardware-Nachrüstung bedeutet, dass eine Art Katalysator eingebaut wird und so, wie das bei modernen Dieselfahrzeugen der Fall ist, eine Art Adblue-Einspritzung zusätzlich. Das Umweltbundesamt geht davon aus, dass man damit 50 Prozent Reduktion bei den Emissionen schaffen könnte."

Anschober fordert jetzt Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) dazu auf, den Autoherstellern diese Nachrüstung von älteren Diesel-Pkw vorzuschreiben.

Die Details zur Diesel-Studie gibt's auf den Internetseiten von Umwelt-Landesrat Rudi Anschober.