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© Symbolfoto: BLACK17BG / PIXABAY

AK-Test: Baby-Abendbrei

Nur jedes dritte Gläschen erfüllt die Testkriterien.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat 15 Gute-Nacht- oder Abendbreie für Babys untersucht. Das Ergebnis: Keinem der Produkte im Test wurde Zucker zugesetzt. Insgesamt erfüllt nur ein Drittel der Produkte die Kriterien für einen optimalen Beikostbeginn. Bemängelt wurden geschmacksgebende, würzende und süßende Zutaten, Kuhmilch vor dem 6. Lebensmonat und die Kennzeichnung zur Alterseignung.


Zum Testergebnis


Babys erste Abendmahlzeit auf dem Prüfstand
Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat Babybreie, die speziell zur Beikost für den Abend angepriesen wurden, bewertet. Dazu wurden Ende September 15 Gläschen mit je 190 Gramm bei Müller, Bipa und dm eingekauft; davon 4 konventionelle und 11 in Bio-Qualität. Ausgewählt wurden Milch-Getreidebreie, die eine Alterseignung ab Beginn des 5. beziehungsweise 6. Monats nahelegen. Für die Bewertung wurden die österreichischen Beikostempfehlungen sowie die vom Gesundheitsförderungsprogramm „Richtig essen von Anfang an!“ erarbeiteten Qualitätskriterien für Beikost-Starterprodukte herangezogen. Schwerpunkte für die Bewertung waren die Rezeptur und die Alterseignung einschließlich deren Kennzeichnung.


Babykost braucht klar verständliche Altersempfehlungen

  • Laut den österreichischen Beikostempfehlungen sollte mit Beikost frühestens ab dem 5. Monat (17. Woche) begonnen werden.
  • Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte bei Beikost-Starterprodukten das Alter am Etikett einheitlich mit „ab dem 5. Monat“ statt „nach dem 4. Monat“ angegeben werden. Die Altersangabe „ab“ anstelle von „nach“ wurde bei insgesamt 4 Produkten nicht erfüllt.
  • Darüber hinaus kritisierten die Konsumentenschützer in diesen 4 Gläschen, sowie bei einem weiteren mit der Altersempfehlung „ab dem 5. Monat“, die Zutat Kuhmilch, da diese frühestens ab dem 6. Monat auf dem Ernährungsplan stehen sollte.


Beikost-Starterprodukte brauchen keine Extraportion Geschmack
Optimalerweise sollten Babys einzelne Geschmackskomponenten unverfälscht kennenlernen dürfen. Daher sollten Breie für den Beikoststart, neben Zucker, auch frei von anderen süßenden sowie würzenden oder geschmacksgebenden Zutaten sein. Diese Kriterien wurden von insgesamt 6 Produkten im Test nicht erfüllt. Einmal kritisierten die Experten/-innen den Einsatz der süßenden Zutat Traubensaftkonzentrat. Bei 5 Produkten fanden sie würzende bzw. geschmacksgebende Komponenten wie natürliches Vanillearoma, Bourbon-Vanille-Extrakt, Zimt oder Kakaopulver, welche den Geschmacksinn von Babys schon frühzeitig prägen können.

Beharrliche Kritik zum Thema Zucker zeigt Wirkung
War Zucker bis vor Kurzem immer wieder Beanstandungsgrund bei diversen Milch-Getreidebreien, so können die Konsumentenschützer der AKOÖ diesbezüglich nun Entwarnung geben. Keinem der Babybreie wurde Zucker in Reinform zugesetzt. Lediglich bei einem der 15 Breie im Test versteckt sich Zucker in Form von Traubensaftkonzentrat.

Weitere Informationen findet ihr unter ooe.arbeiterkammer.at