Benutzeranmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden
Anmelden

© Symbolfoto: dwalters0512 / PIXABAY

AK-Test: Kindersnack­produkte

Nichts für die tägliche Jause! Die meisten Snacks enthalten zuviel Fett und Salz.

Wer kennt das nicht: In der Früh müssen alle aus dem Haus und es bleibt oft wenig Zeit, eine ordentliche Schuljause herzurichten. Snacks, in Kinder ansprechendem Design, scheinen da die perfekte Abhilfe zu sein. Eine Erhebung der Arbeiterkammer Oberösterreich zeigt allerdings: Die meisten Snacks enthalten zu viel Fett und Salz.


Testergebnis (pdf)


Pikantes auf dem Prüf­stand
Der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich hat stichprobenartig 30 Produkte eingekauft, die durch ihre Bezeichnung, ihr Design oder spezielle Abbildungen besonders Kinder als Zielgruppe ansprechen und sich als Schuljause anbieten, darunter 14 Wurst- und 8 Käseprodukte, sowie acht Fleisch- oder Fischaufstriche. Von der Erhebung ausgenommen waren Snacks aus dem Süßwarenbereich. Die Bewertung erfolgte anhand der Zutaten- und Nährwertangaben.


Wurstsnacks – nichts für den täglichen Verzehr

  • Kinder lieben Wurst. Doch bei all diesen Produkten im Test handelt es sich um stark verarbeitete Lebensmittel, mit viel Fett und Salz. Dies verdeutlicht auch das britische Ampelsystem, welches in beiden Bereichen rot aufleuchtet. Die bewerteten Produkte sollten aus ernährungsphysiologischer Sicht demnach nur in geringem Maße verzehrt werden.
  • Außerdem enthält Wurst generell viele Zusatzstoffe – unter anderem das Konservierungsmittel Natriumnitrit (Pökelsalz).
  • Weiters wird dem Geschmack mit Aromen und/oder Gewürzextrakten auf die Sprünge geholfen, in 9 Fällen zusätzlich mit einem Geschmacksverstärker. Doch gerade Kinder sollten Speisen mit Aromen und Geschmacksverstärker nicht regelmäßig essen, da dadurch das Gefühl für den natürlichen Geschmack von Nahrungsmitteln verloren geht.
  • Zudem sind auch die in den Würsten als Stabilisator zugesetzten Phosphate kritisch zu beurteilen, da eine zu hohe Aufnahme negative Folgen für unsere Nieren haben kann.


Käse ohne Schmelzsalze bevorzugen
Auch die Käsesnacks enthalten viel Fett, zum Teil auch relativ viel Salz. Außerdem lohnt ein Blick auf die Zutatenliste: Bei 3 Produkten im Test sind phosphathaltige Schmelzsalze enthalten. Da Kinder und Jugendliche oft mehr Phosphat aufnehmen als sie brauchen, sollten diese Produkte nicht regelmäßig konsumiert werden.

Große Unterschiede bei Auf­strichen
Über Wurst und Käse hinaus gibt es diverse Fleisch- und Fischaufstriche. Auch sie sind industriell stark verarbeitet und haben einen hohen Fettgehalt. Bei den Nährwerten sowie bei der Zusammensetzung zeigen sich große Unterschiede. Während manche Hersteller beinahe oder ganz ohne Zusätze auskommen, setzen andere wiederum bis zu 5 verschiedene Zusatzstoffe und auch noch Aroma ein.

Wurst um 60 Euro pro Kilo?
Viele der Produkte werden in kleinen Mengen oder Mehrfach­packungen angeboten. Dies verursacht unnötig viel Müll und erschwert den Preisvergleich. Der Kilopreis bringt Klarheit: ein Käsesnack kann fast 25 Euro, eine Knabberwurst gar 60 Euro pro Kilo kosten.

Weitere Informationen findet ihr unter ooe.arbeiterkammer.at