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© Symbolfoto: drawsandcooks / PIXABAY

AK-Test: Sushi-Boxen

4 von 10 getesteten Boxen einwand­frei!

„Sushi per Klick“ – mit nur wenigen Klicks wird Sushi fertig verpackt in Plastikschalen direkt nach Hause gebracht oder zur Abholung angeboten. Doch wie steht es um die Qualität der gelieferten Sushi-Boxen? Eine von der Arbeiter­kammer Oberösterreich in Auftrag gegebene Lebensmittelanalyse zeigt: die Beanstandungsquote liegt bei 60 Prozent.


Testergebnis (pdf)


Die Konsumentenschützer/-innen der Arbeiterkammer Oberösterreich ließen sich 10 Sushi-Sets, bestehend aus Nigiri-Sushi und Maki, von unterschiedlichen Anbietern aus Linz liefern.

Die bestellten Proben wurden im Labor der Belan Ziviltechniker-GmbH chemisch-physikalisch, mikrobiologisch und sensorisch untersucht. Auch auf das Vorhandensein möglicher Fadenwürmer (Nematoden) wurde getestet.

Preise lagen zwischen 2,83 und 3,75 Euro pro 100 Gramm,


4 von 10 Proben waren einwandfrei

  • 4 der 10 untersuchten Proben waren nach den Ergebnissen der durchgeführten Prüfverfahren als einwandfrei einzustufen. Allerdings zeigten sich auch unter den Bestplatzierten diverse Qualitätsunterschiede.
  • Bei 3 Proben bemängelten die sensorisch geschulten Fach­leute den Geruch und/oder Geschmack einzelner Zutaten. Bei einer dieser Proben war zudem auch der Gehalt an Milchsäurebakterien erhöht.
  • Testsieger war das Sushi von Mee Noodles. Dieses war sowohl mikrobiologisch als auch sensorisch top.


4 Proben waren wertgemindert
Ginge es nach dem Schulnotensystem erhielten 4 Proben die Gesamtnote „Genügend“. Als Gründe für die Abwertung sind in einem Fall Hygienemängel wie Enterobakterien zu nennen; in den 3 anderen Fällen wurden sowohl mikrobiologische Mängel als auch Mängel bei Geruch und/oder Geschmack festgestellt.

2x durchgefallen
Durchgefallen – so lautete das Ergebnis der mikrobiologischen Tests für 2 Proben. Parasiten (Nematoden) oder gefährliche, also krankmachende Keime, wie Staphylokokken (Eitererreger), Salmonellen oder Listerien wurden zwar nicht gefunden, dafür aber lag der Gehalt an Fäkalkeimen (Enterobakterien) über dem Warnwert der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM). Zusätzlich bemängelten die Experten bei einer Probe den Lachs als fischig, tranig und alt.


So wurde getestet

  • Alle Proben wurden unmittelbar nach der Lieferung ein­zeln in frische Polyethylen Beutel verpackt und gekühlt der akkreditierten Prüfstelle Belan Ziviltechniker-GmbH übergeben.
  • Die chemisch-physikalischen, mikrobiologischen und sensorischen Untersuchungen durch die Experten/-innen begannen unmittelbar nach Probeneingang.
  • Die Beurteilung der sensorischen Prüfung erfolgte auf Grundlage der entsprechenden, akkreditierten Untersuchungs­methode für Sushi. Die Beurteilung der Ergebnisse der mikrobiologischen Prüfungen erfolgte aus akkreditierten Untersuchungsmethoden für Sushi auf Ba­sis der Empfehlungen der DGHM.
  • Der abschließenden gutachterlichen Bewertung liegt die berechtigte Verbrauchererwartung zugrunde („aus Sicht des Konsumenten“).

AK-Test: Sushi-Boxen

Zu Gast im Studio: Ulrike Weiß

Weitere Informationen findet ihr unter ooe.arbeiterkammer.at