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©Paul Marx / pixelio.de

Kinder bewegen sich zu wenig

Eine Stunde Bewegung am Tag wäre für Kinder und Jugendliche ausreichend. Das sagt die Weltgesundheitsorganisation. Doch wie es aussieht, schaffen das nur wenige unserer Kinder.

Laut der Studie der WHO bewegen sich nur ein Fünftel der 11- bis 17-Jährigen ausreichend - also mindestens eine Stunde pro Tag. Das ist das Ergebnis weltweit. In Österreich fällt das Ergebnis auch nicht besser aus. Mehr als 71 Prozent der Buben und sogar fast 85 Prozent der Mädchen sind bei uns körperlich nicht aktiv genug. Als Grund für wenig Bewegung nennt die WHO die Digitalisierung. Das heißt, die Kinder und Jugendlichen spielen mehr digital, als wirklich aktiv.

Das gleiche Bild bestätigt uns die Landesleiterin der ARGE Sportlehrer Susanne Heilinger. Sie sagt: "Im ländlichen Raum sind die Bewegungsräume und -möglichkeiten noch größer und anders gestaltet als im städtischen Bereich. Aber generell nimmt die Tendenz, weg von der Bewegung hin zu Mediennutzung, Tablet, Indoor-Couching, zu. Und die Auswirkungen auf das Lernen sind entsprechend spürbar."

Demnach sind die Kinder weniger belastbar, haben keine Ausdauer mehr und geben schnell auf. Viele sind selbst mit kurzen Wanderungen schon überfordert. Oft meinen dann Eltern, das sei den Kindern nicht zumutbar. Heilinger aber rät: Genau das Gegenteil ist der Fall. Eltern sollten den Kindern ein Vorbild sein, ihnen auch mehr zutrauen, wie etwa zu Fuß zur Schule zu gehen. Und auch die oft diskutierte tägliche Schulstunde wäre hilfreich. Leider scheitert sie meist an den räumlichen und personellen Ressourcen.