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AK-Test: Fertigsalat aus dem Supermarkt

Viel Zucker, Salz und Zusatzstoffe - das findet sich in den meisten Kraut- und Erdäpfelsalaten aus Supermärkten.

Wer wenig Zeit für die Zubereitung hat, greift gerne zu fertigen Kraut- und Kartoffelsalaten aus dem Supermarkt. Diese gibt es bereits ab günstigen 20 bis hin zu stolzen 68 Cent pro 100 Gramm. Allerdings enthalten Fertigsalate aus dem Kühlregal oft jede Menge Salz, Zucker und Zusatzstoffe, wie ein aktueller Test der Arbeiterkammer OÖ zeigt.


Testergebnis Krautsalat (pdf) | Testergebnis Kartoffelsalat (pdf)

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Können die Salate aus dem Supermarkt mit selbstgemachten mithalten? Diese Frage stellten sich die Konsumentenschützer der AK Oberösterreich und verglichen insgesamt 13 mit Essig und Öl marinierte Kraut- und Kartoffelsalate aus dem Kühlregal anhand ihrer unterschiedlichen Zutaten und Nährwerte miteinander.


Hausgemacht ist anders!

  • Rund 70 Prozent Kraut und 63 bis 75 Prozent Erdäpfel stecken in den Fertigprodukten. Dann folgen Wasser, Öl, Zucker, Essig und Gewürze. Verfeinert wird bei Krautsalat zum Teil noch mit Speck, Paprika und/oder Zwiebel. Bei den Kartoffelsalat kommen vorwiegend Zwiebel, Senf, Schnittlauch und Petersilie zum Einsatz.
  • Neben diesen traditionellen Grundzutaten finden sich im Zutatenverzeichnis auch jede Menge Zusatzstoffe wie Säuerungs-, Konservierungs-, Verdickungs- oder Antioxidationsmittel.
  • Darüber hinaus ist der Großteil der Erdäpfelsalate gefärbt, hauptsächlich mit dem Farbstoff Riboflavin oder in einem Fall mit Karottenkonzentrat.
  • Zudem werden die Kartoffelsalate auch geschmacklich aufgepeppt – bei S-Budget und Lomee mit Hefeextrakt und bei chef select mit Würze und Aroma.


Zuckergehalt teilweise sehr hoch
Steht Zucker in der Zutatenliste gleich nach der Hauptzutat und Wasser, ist das ein Hinweis, dass hiermit nicht gerade sparsam umgegangen wurde. Am meisten Zucker steckt im Weißkrautsalat von chef select und Excellent Buffet. Bei Verzehr einer realistischen Portion von 250 Gramm hat man bei diesen Salaten umgerechnet gleich einmal 6,5 beziehungsweise gar über 8 Stück Würfelzucker intus. Die restlichen Salate liefern pro Portion durchschnittlich rund 3 Stück Würfelzucker.

Beim Salz wird nicht gespart
Vor allem die Kartoffelsalate sind stark salzig. Bis auf eine Ausnahme, sind in einer 250 Gramm Portion 4 Gramm Salz enthalten. Damit sind bereits zwei Drittel des empfohlenen Tagesbedarfs von maximal 6 Gramm Salz gedeckt. Bei den Krautsalaten liegt der Salzgehalt im Mittelfeld.

Fertigsalate: teilweise viele Kalorien
Je nach Hersteller und Salat zeigen sich beträchtliche Unterschiede beim Energiegehalt. Eine 250 Gramm Portion Krautsalat liefert zwischen akzeptablen 98 und üppigen 233 kcal. Bei den Kartoffelsalaten im Test kommt man im Vergleich auf 215 bis 255 kcal.

Werbung ist keine Herkunftsgarantie!
Lomee, Spar, S-Budget, und efko Frischeküche werben mit rot-weiß-roten Fähnchen und Angaben wie „Qualität aus Österreich“ oder „hergestellt in Österreich“. Derartige Botschaften sagen aber nicht unbedingt etwas darüber aus, woher die Rohstoffe kommen. Kraut oder Erdäpfel können durchaus aus dem Ausland bezogen und hier zu Salat verarbeitet werden.

Tatsächlich aus Österreich stammen die Hauptrohstoffe, laut Hersteller-Auskunft, bei Lomee, efko Frischeküche und beim Kartoffelsalat von Spar. Beim Kartoffelsalat von S-Budget und beim Krautsalat von Spar kommt bei Bedarf auch deutsche Ware zum Einsatz.

 

Zu Gast im Studio: Ulrike Weiß



Weitere Informationen findet ihr unter ooe.arbeiterkammer.at