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Schock und Bestürzung nach Flugzeugabsturz in Äthiopien

Drei junge Ärzte aus Oberösterreich kommen ums Leben, auch ein deutscher, evangelischer Pfarrer, der in Kärnten arbeitet.

Oberösterreich ist bestürzt. 3 junge Ärzte sterben in Äthiopien bei einem Flugzeugabsturz - sie haben wie die anderen 154 Passagiere keine Chance, zu überleben. Besonders betroffen sind die Kollegen der drei jungen Männer - zwei von ihnen haben in oberösterreichischen Spitälern gearbeitet.

Einer etwa hat bei den Barmherzigen Schwestern in Linz gearbeitet, das hat das Spital bereits bestätigt. Ein zweiter stammt aus Wieselburg und war im Steyrer Landeskrankenhaus Arzt. Bei dem dritten Mediziner soll es sich um einen Wiener handeln. Alle drei waren gemeinsam unterwegs, in Richtung Sansibar. Auf dieser Insel gibt es ein Spital, das von einer gebürtigen Österreicherin geleitet wird, dort wollten scheinbar alle drei medizinisch arbeiten, das hat das Außenministerium bekannt gegeben.

Zur Unglücksursache sind jetzt intensive Ermittlungen angelaufen. Experten suchen im Wrack die Blackbox. Sie soll Aufschluss geben, was tatsächlich passiert ist. Derzeit wird spekuliert, dass es beim Steigflug Geschwindigkeitsschwankungen gegeben hat. Grundsätzlich gelten die Ethiopian Airlines als sicher, auch der Pilot war erfahren, so der Chef der Fluglinie nach dem Absturz. Auch die Maschine war praktisch neu, im November ist sie angekauft worden und im Februar gewartet worden.

Für Boeing ist der Absturz ein schwerer Schlag. Es ist bereits die zweite Maschine des Typs 737 Max, die innerhalb weniger Monate anscheinend wegen technischer Probleme abgestürzt ist. Mittlerweile gibts auch Konsequenzen: Die betroffene Fluglinie Ethiopian Airlines lässt alle Flieger des Typs 737 max am Boden. Noch härter trifft Boeing, dass der Großabnehmer China chinesischen Airlines verboten hat, mit diesen Flugzeugen zu starten. Von diesem Typ sind 350 Flugzeuge in Betrieb, über 5.000 weitere Maschinen wurden bestellt. Sollten die Airlines ihre Aufträge zurückziehen, wäre das ein enormer finanzieller Verlust für Boeing. Der Hersteller selbst hat nach dem Absturz reagiert und die Präsentation seines Ultralangstreckenfliegers 777x, die übermorgen geplant war, verschoben.