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Österreich geht in einen zweiten Lockdown

Ab Dienstag, 0 Uhr, gelten verschärfte Corona-Maßnahmen.

Österreich fährt neuerlich herunter, um die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. Ab Dienstag, 0 Uhr bis Ende November kommt es in Österreich zu einem zweiten Lockdown, so Bundeskanzler Sebastian Kurz heute am späten Nachmittag in einer Pressekonferenz. Dabei sind diese neuen Verschärfungen präsentiert worden.

Erstmals wird es bundesweit Ausgangsbeschränkungen geben, damit will man private Einladungen, Besuche oder Partys möglichst verhindern. Das Verlassen des privaten Wohnbereichs von 20 Uhr bis 6 Uhr ist nur mehr unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt: etwa wenn man zur Arbeit fährt (auch mit den Öffis), um einzukaufen, zur Betreuung und Hilfeleistung, zur Abwendung von Gefahr oder um sich körperlich und psychisch zu erholen, also auch um zu sporteln. Wer nach 20 Uhr draußen angetroffen wird und der Polizei bei Kontrollen keinen dieser fünf Gründe glaubhaft machen kann, wird angezeigt. Dann drohen Strafen von bis zu 1.450 Euro, so Innenminister Karl Nehammer. Laut dieser neuen Verordnung dürfen sich zuhause nur mehr Personen aus zwei verschiedenen Haushalten treffen.

Außerdem werden neben Hochzeiten, auch Geburtstags- und Jubiläumsfeiern verboten.

Alle Veranstaltungen werden ausgesetzt. Das Betreten von Freizeiteinrichtungen wird verboten - d.h. Bäder, Tanzschulen, Wettbüros, auch Theater, Kinos werden geschlossen. Auch Museen müssen zusperren. Konzerte und Sportereignisse mit Zuschauern sind nicht mehr erlaubt.

Hart wird es erneut die Hotellerie und Gastronomie treffen: Sie müssen ebenfalls wieder zu machen, dürfen keine Gäste im Lokal mehr bedienen. Erlaubt sind aber weiter take-away und Lieferservice. Hotels dürfen ebenfalls keine Gäste mehr aufnehmen, davon ausgenommen sind Gäste, die schon im Haus sind, Kurgäste, Schüler und Lehrlinge in Internaten.

Die Geschäfte werden offen haben - anders als im Frühjahr, als nur mehr der Lebensmittelhandel offen war. In allen Geschäften muss aber ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden und es dürfen sich nur so viele Kunden im Laden aufhalten, dass für jeden zehn Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Frisöre dürfen unter strengen Auflagen weiter arbeiten, auch Physiotherapeuten. Fitnessstudios aber müssen zu machen.

Für betroffene Unternehmen wird es ein Hilfspaket geben, so der Kanzler. Außerdem wird die Kurzarbeit ausgeweitet. 

Kindergärten und Schulen bleiben vorerst offen, so der Kanzler. Da müsse man das Infektionsgeschehen gut beobachten, sagt Kurz. Allerdings werden Schüler der Oberstufen sowie Studenten für mindestens vier Wochen auf e-learning umgestellt werden.

Diese Verschärfungen gelten vorerst bis Ende November mit dem Ziel: die Kurve der positiv-Getesteten abzuflachen - nur so könne das Gesundheitssystem davor bewahrt werden, überlastet zu werden, so die Bundesregierung. Nach diesen vier Wochen wird die Situation neuerlich bewertet. Wenn es mit diesen Maßnahmen gelingt, dass die Zahlen nach unten gehen, können die Verschärfungen im Lauf des Dezembers zurückgenommen werden, so Kurz.