Speed-Dating mit Airlines

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Zwei neue Verbindungen ab dem nächsten Jahr – das wissen wir seit gestern. Ab 2027 könnt ihr vom Linzer Flughafen nach Menorca und Korsika fliegen. Das ist ein erster wichtiger Schritt, sagt uns der neue Flughafen-Chef Jörg Ebbighausen. Der Deutsche ist seit 1.Oktober an der Spitze des Linzer Flughafens.

Dass die Situation nicht einfach ist, bestätigt Ebbighausen. Seit einigen Jahren kommt der Airport nicht aus der Krise, das zeigt sich auch in den Zahlen, so Ebbighausen:

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„Also schwierig, herausfordernd sicherlich, weil wenn man fünf Jahre in Folge, anfangs natürlich aufgrund der Corona-Pandemie sicherlich auch nicht ungewöhnlich. Aber wir sind jetzt natürlich auch fünftes, sechstes Jahr nach Corona und momentan ist es jetzt auch nicht so, dass morgen oder übermorgen jetzt der Turnaround kommen wird. Insofern ist die Situation tatsächlich auch schwierig. Wir haben auch in den letzten Monaten oder letzten Jahr auch die Kostenbasis durchleuchtet und das eine oder andere in Einsparungen gehoben, aber wir müssen insbesondere verkehrlich wachsen. Also ohne weitere Erlöse wird es schwierig, diesen Flughafen wieder auf eine Erfolgsbahn zu bringen.“

Der neue Flughafen-Chef ist aber überzeugt davon, den Airport auf die richtige Spur bringen zu können:

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„Die Grundvoraussetzungen sind gar nicht so schlecht, weil Oberösterreich ist ein sehr starkes Wirtschaftsland, ist sehr stark exportorientiert, hat eine hohe Kaufkraft. Das heißt, die Bürgerinnen und Bürger sind gerne auch unterwegs, nutzen sicherlich oder würden die Möglichkeiten auch stärker nutzen, ab Linz zu fliegen. Wir wissen das auch durch Befragungen. Es ist einfach so, dass das Streckenangebot natürlich überschaubar ist. Und wenn ich mir den Winter angucke, dann ist das mehr als ausbaufähig. Das heißt, gerade auch im Winter müssen wir zukünftig versuchen, da auf mehr Ganzjahresziele zu setzen. Da müssen wir definitiv mehr machen.“

Und genau daran wird derzeit intensiv gearbeitet. Zu Menorca und Korsika als zusätzliche Destinationen ab nächstem Jahr sollen bald weitere dazukommen:

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„Die Herausforderung ist jetzt gerade in der Zeit, wo natürlich die Airlines auch sehr stark in der Konsolidierung sind, und erst auch in Richtung Insolvenz gehen, zu schauen, welche Airlines sind eigentlich jetzt die richtigen und die verlässlichen, mit denen wir jetzt auch wachsen können.“

Da gehe es momentan darum, auf Airlines zuzugehen, so Ebbighausen:

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„Das findet entweder bilateral statt, also klassisch Klinkenputzen im Vertrieb oder es gibt auch entsprechende Konferenzen. So eine Art Speed Dating, wo Airports mit Airlines mal sich beschnuppern und bei Interesse dann tiefer einsteigen in diese Gespräche. Und genau da bewegen wir uns jetzt gerade zeitlich und terminlich.“

Heuer werden rund 225.000 Passagiere am Flughafen in Linz erwartet – diese Zahl müsse deutlich steigen, um den Airport in positive Zahlen zu bringen. Das funktioniere auch nicht von heute auf morgen, aber man arbeite gerade sehr intensiv daran, so der neue Flughafen-Chef. Gleichzeitig startet auch das Land OÖ als Alleineigentümer eine Suche nach einem privaten Investor.

Bild: Life Radio

Barbara Schütz

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