6 Irrtümer zu Alkohol am Steuer

man driving a car wearing wrist watch

Endlich wieder Christkindlmarkt! Ein kleiner Punsch geht doch, wenn ich mit dem Auto fahre? Und zahlt meine Haftpflichtversicherung eh, auch wenn ich nicht ganz nüchtern war und einen Unfall verursacht habe? In beiden Fällen lautet die Antwort: NEIN.
Der ÖAMTC hat für Euch die häufigsten Irrtümer aufgelistet:

  • Irrtum # 3: Alkoholisiert Fahrradfahren hat keine Auswirkung auf den Führerschein.
    Beim Lenken von Kraftfahrzeugen (wie Pkw oder Motorrad) wird ab einem bestimmten Alkoholisierungsgrad ein Lenkverbot bzw. eine Entziehung der Lenkberechtigung für eine bestimmte Zeit ausgesprochen. Beim Lenken anderer Fahrzeuge (z. B. beim Fahrrad) gilt das nach einer Alkoholfahrt nicht. Aber: Voraussetzung für das Fahren von Kraftfahrzeugen ist immer, dass die Verkehrszuverlässigkeit gegeben ist. „Liegen der Behörde Hinweise vor, wonach die Verkehrszuverlässigkeit nicht mehr gegeben ist, kann ein entsprechendes Verfahren zur Prüfung eingeleitet werden. Grund dafür kann dann auch Fahrradfahren unter Alkoholeinfluss sein.“ Ergibt das Verfahren, dass die Verkehrszuverlässigkeit nicht mehr vorliegt, hat das auch Auswirkungen auf den Führerschein. „In der Praxis wird jeweils anhand von medizinischen Gutachten bewertet, die man durchaus hinterfragen kann“, so der ÖAMTC-Jurist.
  • Irrtum # 4: Wenn ich in einer Alkoholkontrolle bin, kann ich noch Wasser trinken oder rauchen.
    Generell gilt: Den Anweisungen der Polizist:innen ist in jedem Falle Folge zu leisten. Das bedeutet, dass jedenfalls 15 Minuten vor der Messung mit dem Alkomaten nichts gegessen, getrunken oder geraucht werden darf. „Verstößt man dagegen, wird das in Einklang mit der Judikatur als Verweigerung gewertet – dann wird vom höchsten Alkoholisierungsgrad ausgegangen, mit allen Rechtsfolgen“, sagt Authried.
  • Irrtum # 5: Wenn ich alkoholisiert einen Unfall verursache, haftet meine Versicherung.
    Wenn ein:e Kfz-Lenker:in alkoholisiert war und das behördlich oder gerichtlich festgestellt wurde, muss die Haftpflichtversicherung zwar den Schaden Dritter bezahlen, kann aber wegen einer sogenannten ‚Obliegenheitsverletzung‘ von ihrem Recht auf Regress Gebrauch machen. Der ÖAMTC-Jurist erklärt: „Das bedeutet, dass sich die Versicherung wegen dieses Verstoßes bis zu EUR 11.000 von dem:der Versicherungsnehmer:in zurückholen kann. Das gilt jedenfalls dann, wenn die Alkoholisierung des:der Lenker:in 0,8 Promille oder mehr beträgt. Denn in diesem Fall liegt auf jeden Fall eine Beeinträchtigung vor.“ Aber selbst bei einer darunterliegenden Alkoholisierung ist ein Regress unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. bei zusätzlicher Beeinträchtigung durch Medikamente, möglich. Für Kasko- und Rechtsschutzversicherungen gelten andere strengere Regelungen. Diese sind im Falle einer Beeinträchtigung durch Alkohol komplett leistungsfrei.
  • Titelbild: (c) Unsplash

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