Zwei Tote nach Flugzeugabsturz im Attersee

Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs im Attersee gibt es traurige Gewissheit: Im Cockpit des Wracks wurden laut APA zwei verstorbene Personen entdeckt. Die Maschine ist Mittwochvormittag in den See gestürzt und liegt rund 163 Meter tief.
Flugzeug verlor plötzlich an Höhe
Das zweisitzige Kleinflugzeug war zuvor in Salzburg gestartet. Kurz nach 11.23 Uhr brach der Kontakt zur Maschine plötzlich ab. Augenzeugen berichteten, dass das Flugzeug rasch an Höhe verloren habe und spiralförmig ins Wasser gestürzt sei. Nach dem Aufprall verschwand die Maschine sofort unter der Wasseroberfläche.
Wrack in 163 Metern Tiefe geortet
Noch am Mittwoch haben die Einsatzkräfte mit Sonargeräten und Tauchrobotern nach dem Flugzeug gesucht. Am Nachmittag wurden schließlich Wrackteile in rund 160 Metern Tiefe geortet. Am Abend stand fest, dass es sich tatsächlich um die abgestürzte Maschine handelt.
Das Wrack liegt rund 300 Meter vom Ufer entfernt an einer der tiefsten Stellen des Attersees. Eine Bergung ist deshalb technisch äußerst schwierig. Auch rund 150 Liter Öl dürften aus dem Flugzeug ausgelaufen sein. Die Einsatzkräfte haben deshalb Ölsperren auf dem See errichtet.
Zwei Tote im Cockpit entdeckt
Bei der genaueren Untersuchung des Wracks wurden laut APA zwei verstorbene Personen im Cockpit entdeckt. Medienberichten zufolge sollen sich ein 20-jähriger Flugschüler und sein 25-jähriger Fluglehrer aus Deutschland an Bord befunden haben. Die Polizei hat die Identitäten bislang noch nicht offiziell bestätigt.
Bergung soll am Samstag stattfinden
Die Bergung der Maschine ist technisch aufwendig. Ein Tauchroboter soll zunächst eine Leine zum Wrack führen und diese darum legen. Anschließend soll das Flugzeug möglichst als Ganzes aus dem See geborgen werden. Wie genau die Bergung durchgeführt wird, soll gemeinsam mit einem Sachverständigen festgelegt werden.
Wegen der Wetterlage soll die Bergung voraussichtlich erst am Samstag stattfinden. Für Freitag wird instabiles Wetter mit möglichen Gewittern erwartet, was die Arbeiten in großer Tiefe zusätzlich erschweren könnte.
Die genaue Ursache für den Absturz ist weiterhin unklar. Die Ermittlungen laufen.


