Benutzeranmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden
Anmelden

© Symbolfoto: Bru-nO / PIXABAY

AK-Test: Salz aus Österreich

Vor allem heimisches Salz enthält fragwürdige Riesel­hilfe

Damit Salz rieselfähig bleibt, werden bindende Substanzen (Rieselhilfen) zugesetzt. Dafür sind mehrere Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen. Eines der Trennmittel, nämlich Natriumferrocyanid (E535), wird von den AK-Konsumentenschützern kritisch gesehen. 9 Salze wurden darauf untersucht: Bei keinem wurde der erlaubte Grenzwert von 20 Milligramm pro Kilogramm überschritten!


Testergebnis (pdf)


Heimisches Salz mit Natriumferrocyanid
Insgesamt hat der Konsumentenschutz 9 Salze im Labor der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) untersuchen lassen. Auffällig dabei ist, vor allem Salzen aus Österreich der Stoff hinzugefügt wird: 7 der Salze, die laut Packung Natriumferrocyanid (E535) enthalten, wurden in Österreich produziert - eines in Deutschland und eines in Italien. Die höchste Konzentration lag mit 11,9 mg/kg im Bad Ischler Tafelsalz und im S-Budget Kristallsalz mit 10,8 mg/kg.

Sowohl das Spar Vital Natrium-reduziertes Salz und das DeSpar sale marino iodato kommen ohne E535 aus, obwohl dieses auf der Packung angegeben ist.


Ist Rieselhilfe gefährlich?
Calciumcarbonat oder Magnesiumcarbonat sind unbenklich und können sind in größeren Mengen erlaubt. Natrium­ferrocyanid (E535) darf nur als Trennmittel in Salz verwendet werden. Der Stoff kann – in größeren Mengen aufgenommen – die Nieren schädigen, wie in Tierversuchen festgestellt wurde.

Die Europäische Behörde für Lebens­mittelsicherheit (EFSA) hat deshalb den Zusatzstoff E535 einer Risikobewertung unterzogen. Dabei ist sie zum Schluss gekommen, dass die Mengen, die Menschen über Speisesalz aufnehmen, kein Risiko für die Gesundheit darstellt.


Natrium­ferrocyanid in Bio-Produkten verboten
Aus Sicht des AK-Konsumentenschutzes sollten Salz-Hersteller die Rieselhilfe weglassen. Alternative Rieselhilfen machen es leicht möglich. Für Konsumenten/-innen gibt es im Handel zahlreiche Produkte auch ohne Rieselhilfe. Diese Salze kommen aber selten aus Österreich.

Wer kein Natriumferrocyanid im Salz haben möchte greift zu Bioprodukten, denn hier sind keine Lebensmittelzusatzstoffe – also auch keine Rieselhilfe E535 - erlaubt.

Aus gesundheitlichen Gründen sollte jodiertes Salz verwendet werden. Nach wie vor besteht das Risiko einer zu geringen Jodaufnahme durch Lebens­mittel, vor allem bei Kindern und Jugendlichen.

AK-Test: Salz

Vor allem heimisches Salz enthält fragwürdige Riesel­hilfe

Weitere Informationen findet ihr unter ooe.arbeiterkammer.at