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Immer mehr Oberösterreicher tappen in die Schuldenfalle

Das Auslaufen der Corona-Unterstützungen und die Teuerungswelle machen vielen Menschen finanziell schwer zu schaffen.

Sie können ihre Miete nicht mehr zahlen, haben das Konto weit überzogen und sind mit den Kreditraten massiv in Verzug: 933 Oberösterreicher sind im Vorjahr in Privatkonkurs gegangen. Und es werden mehr werden, weil viele Corona-Hilfen ausgelaufen sind und bisher gestundete Zahlungen jetzt fällig werden. “Wir rechnen damit, dass die Nachfrage nach Schuldenberatung jetzt massiv steigen wird. Denn viele Menschen sind sich dessen, was da auf sie zukommt, noch gar nicht bewusst”, sagt Ferdinand Herndler, Geschäftsführer der Schuldnerhilfe Oberösterreich.

Die aktuelle Teuerungswelle macht vielen Oberösterreichern ebenfalls stark zu schaffen. Denn Geringverdiener haben meist keine Ersparnisse. Sie können mit ihrem kleinen Einkommen gerade so die laufenden Kosten decken. Eine hohe Nachzahlung für Strom, Gas oder Fernwärme kann Betroffene da in den finanziellen Abgrund stürzen.

Hauptursache für Überschuldung ist aber ein plötzlicher Einkommensverlust durch Arbeitslosigkeit. Das zeigt der aktuelle Schuldenreport 2022. Auch eine Trennung kann schnell in die Schuldenfalle führen. Und viele Menschen können schlecht mit Geld umgehen und übernehmen sich finanziell. Das betrifft vor allem Oberösterreicher mit geringem Bildungsgrad. Deshalb setzen die Schuldenberatungen jetzt noch mehr auf Aufklärung und Prävention.

Warum tappen immer mehr Oberösterreicher in die Schuldenfalle? Welche finanziellen Risiken drohen bei Arbeitslosigkeit? Und wie kann Aufklärung und Prävention die Überschuldung vermeiden? Darüber hat Life Radio-Reporter Daniel Kortschak mit dem Geschäftsführer der Schuldnerhilfe Oberösterreich, Ferdinand Herndler, geprochen:

Ferdinand Herndler, Geschäftsführer der Schuldnerhilfe OÖ, im Gespräch mit Life Radio-Redakteur Daniel Kortschak

Titelbild: pixabay / Janeb13 (Symbolbild)